Das öffentliche Leben nimmt langsam wieder Fahrt auf. Geschäfte und Restaurants begrüßen ihre Gäste und in einigen Bundesländern werden demnächst auch die Schwimmbäder eröffnen. Mit der Wiederaufnahme des „normalen“ Lebens kehrt auch ein Risiko zurück, das in den vergangenen Wochen geringer war als um diese Jahreszeit üblich: Das Risiko, dass Tierhalter ihre Hunde in heißen Autos zurücklassen. Tierschutzorganisationen wie Tasso warnen deshalb erneut vor den Gefahren.

In den vergangenen Wochen spielte sich das Leben vieler Menschen und damit auch ihrer vierbeinigen Begleiter überwiegend zu Hause ab. Ausflüge und Unternehmungen waren kaum möglich. Das ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass sich bislang noch nicht die Berichte über im heißen Auto zurückgelassene Hunde häufen. Damit das möglichst den ganzen Sommer über so bleibt, ist es wichtig erneut auf die großen Gefahren für die Tiere aufmerksam zu machen:

Warum Hunde bei warmen Temperaturen nicht ins abgestellte Auto gehören

  • Hunde können nicht so schwitzen wie wir Menschen.
  • Alles, was die Tiere tun können, um ihre Körpertemperatur zu regulieren, ist Hecheln.
  • Daher überhitzen Hunde schnell, wenn sie keine Möglichkeit haben, den erhöhten Wasserverlust durch das Hecheln wieder auszugleichen.

Leider ist dieses Risiko in der Vergangenheit von einigen Menschen noch immer unterschätzt worden. Denn die Gefahr beginnt nicht etwa erst, wenn es wirklich heiß wird, sondern viel früher:

  • Schon ab 20 Grad kann sich das Auto in eine tödliche Falle verwandeln.
  • Auch wenn der Himmel etwas bedeckt ist, bedeutet das keine Sicherheit.
  • Schon ein vermeintlich kurzer Ausflug in den Supermarkt reicht, um einen Hund in ernsthafte Lebensgefahr zu bringen.

Im Notfall eingreifen

Wer an einem warmen Tag einen Hund im Auto sieht und eine Notsituation für das Tier erkennt, sollte sofort versuchen, den Halter ausfindig zu machen oder die Polizei informieren, falls dies nicht schnell gelingt. Wie Gerichte beurteilen, wenn Autoscheiben eingeschlagen werden müssen um Hunde im Notfall aus verschlossenen Autos zu befreien, ist im Interview mit der Rechtsanwältin Mag. Dr. Regina Schedlberger hier nachzulesen.