Die Samariterbund-Hundestaffeln sind ein große Hilfe, wenn es darum geht, Leben zu retten. Viele Hundeführerinnen und Hundeführer sind ehrenamtlich beim Samariterbund tätig und durchlaufen mit ihren Hunden eine umfassende Ausbildung. Sie sind 365 Tage im Jahr einsatzbereit und bilden ein fixes Rettungshunde- oder SAR-Team (Search-and-Rescue). Samariterbund-Rettungshunde gibt es in Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Steiermark, Tirol und Wien.

Die hohen Ausbildungsstandards beim Samariterbund werden international geschätzt. Die Tiroler Staffelkommandantin und Einsatzleiterin Gundula Czappek dazu:

In den vergangenen Jahren haben wir in Österreich viele Workshops und Ausbildungsseminare geleitet und waren organisationsübergreifend für Polizei, Bundesheer und Bergrettung im Einsatz. International wurden wir für fachspezifische Veranstaltungen in Deutschland, Russland, der Schweiz sowie der Ukraine und den USA engagiert.

Internationale Erfolge der Samariterbund-Hundestaffeln

Bei der 25. IRO WM für Rettungshunde im vergangenen September in Paris konnte Samariterbund-Burgenland-Staffelkommandant Johann Höttinger mit seinem Golden Retriever „Finn“ einen großen Erfolg verbuchen. Die beiden holten sich in der Sparte „Flächensuche“ den Titel „Vize-Weltmeister“. Doch Höttinger weiß:

Mögen solche Bewerbe auch noch so spannend sein – weitaus wichtiger ist unsere verantwortungsvolle Arbeit im Alltag, weil es dabei um Menschenleben geht.

Deshalb ist das regelmäßige Training für HundeführerInnen und Tiere (GPS, Karte, Kompass, Trümmerkunde, Erste Hilfe u. v. m.) sehr anspruchsvoll.

Besuchs- und Therapie-Begleithunde

Die Besuchs- und Therapie-Begleithunde der Hundestaffel des Samariterbundes in Wien-Favoriten haben völlig andere Aufgaben. Sie kommen in Behinderten-, Pflege- und Altenheimen, Spitälern, Tageszentren und Sozialstationen sowie in Kindertagesheimen und Schulen zum Einsatz. Davor müssen die Hunde beim Messerli Forschungsinstitut in der Veterinärmedizinischen Universität Wien alljährlich eine Prüfung bestehen. Die „Samariter auf vier Pfoten“ werden zu 100% von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen betreut, die in ihrer Freizeit sowohl die Trainings als auch die Einsätze absolvieren.

Hunde in der „Corona-Krise“: Internationale Tag des Rettungshundes abgesagt

Um weltweit auf die unglaublichen Leistungen der hilfreichen Tiere aufmerksam zu machen, wird der Internationale Tag des Rettungshundes gefeiert – heuer am kommenden Wochenende: am Sonntag, dem 26. April. Normalerweise zeigen HundeführerInnen bei Publikumsveranstaltungen auf der ganzen Welt am letzten Sonntag im April, wie sie mit ihren Rettungshunden trainieren. Doch diese Events wurden wegen der „Corona-Krise“ aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Auch für Hunde hat sich durch die Maßnahmen gegen die Pandemie der Alltag komplett verändert. Mensch und Tier verbringen die meiste Zeit zu Hause. Wochenlange Selbst-Isolation in den eigenen vier Wänden, unterbrochen nur durch kurze Spaziergänge, ist auch für Hunde eine Herausforderung. Bei den Samariterbund-Rettungshunden und -Therapie-Begleithunden setzen die HundeführerInnen auf kurze Trainingseinheiten, die über den Tag verteilt werden und die nötige Abwechslung bringen.

Mehr Informationen unter: www.samariterbund.net/rettungsdienst-und-krankentransport/rettungshunde/alarmierung/

Foto: Samariterbund